Die 70% Regelung / Einspeisemanagement gemäß EEG

(siehe auch: Gesetz für den Ausbau erneuerbarer Energien (ErneuerbareEnergien-Gesetz – EEG 2017) Teil 2 Anschluss, Abnahme, Übertragung und Verteilung, Abschnitt 1 Allgemeine Bestimmungen, § 9 Technische Vorgaben)

Anlagenbetreiber, die Ihren produzierten Strom ins öffentliche Netz einspeisen, sind gemäß EEG verpflichtet sich für eine Einspeiseregulierung zu entscheiden.
Der Gesetzgeber schützt mit dieser Maßnahme das öffentliche Netz vor Überlastung, so gibt es zum einen die Möglichkeit der 70% Regelung und zum anderen die des Einspeisemanagements durch den zuständigen Netzbetreiber.

Bei der 70% Regelung erfolgt die Regulierung der Einspeisung mit Unterbrechung der Stromeinspeisung bei 70% der Nennleistung Ihrer Photovoltaikanlage. Die Einspeisung wird lediglich nur dann gestoppt, wenn die Anlage 70% Ihrer Nennleistung produziert.
Damit ist also nur die Leistung gemeint, die Ihre Anlage unter optimalen Grundbedingungen leisten kann. Im normalen Betrieb, unter realen Bedingungen (Abweichung in der Ausrichtung, Wettereinfluss etc.), wird Ihre PV-Anlage selten die 70% Grenze erreichen, im Sommer mit optimaler Südausrichtung und zu Spitzensonnenzeiten ist ein Erreichen dieser Leistung möglich, diese Begrenzung betrifft aber insgesamt nur ca. 2-3% Ihres Jahresertrags.

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Beim Einspeisemanagement durch den Netzbetreiber ist der Einbau eines sogenannten
Funkrundsteuerempfängers möglich, mit diesem der Netzbetreiber die in der Lage ist Ihre PV-Anlage jederzeit bei einer drohenden Netzüberlastung abzuschalten. Die Kosten für solch ein Gerät belaufen sich auf ca. 400-800 Euro und müssen von Ihnen als Betreiber getragen werden.
Um eine solche Fremdeinwirkung ausschließen zu können, entscheiden sich die meisten Kunden für die o.a. 70% Regelung.
Beachten Sie jedoch, dass bei einer installierten Leistung von mehr als 30 Kilowatt die Ausstattung mit einer solchen ferngesteuerten Einrichtung verpflichtend ist.

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